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 29.02.20

»STRAHLEND, HOFFNUNGDFROH UND MIT EINEM LÄCHELN« 
AUSSTELLUNG »JÜDISCHE JUGEND HEUTE IN DEUTSCHLAND« IN TEL AVIV ERÖFFNET

New York, Konstanz, Heidelberg, Berlin, Frankfurt und nun Tel Aviv: In der israelischen Stadt am Mittelmeer wurde die Ausstellung »Jüdische Jugend heute in Deutschland« im Beisein des Ehrenvorsitzenden der Israelisch-Deutschen Gesellschaft (IDG) und ehemaligen Botschafters Israels in Deutschland, Asher Ben-Natan, sowie im Beisein des deutschen Botschafters in Israel, Dr. Harald Kindermann, eröffnet. Die Ausstellung, die bis zum 17. April im Zentrum Tel Avivs im Beit Daniel zu sehen ist, wurde auf Initiative und mit tatkräftiger Unterstützung von Samson Altman-Schevitz von der Israelisch-Deutschen Gesellschaft (IDG) nach Tel Aviv eingeladen. Altman-Schevitz eröffnete die Ausstellung.

 

Die Vernissage wurde in Tel Aviv interessiert aufgenommen und stieß rege Diskussionen an. Asher Ben-Natan war zwischen 1965 und 1969 der erste Botschafter Israels in Deutschland und ist Ehrenvorsitzender der IDG (Israelisch Deutschen Gesellschaft); er lobte in seiner Rede die Ausstellungsmacher: »Sie haben ausgezeichnete Arbeit gemacht, ich gratuliere ihnen.« Ben-Natan stellte die ihn beeindruckende Bandbereite an Einstellungen und Ansichten der jungen Juden fest, die in der Ausstellung dokumentiert sind. Auch jene, die sich zur Frage, warum man als junger Jude der dritten Generation nach der Shoah in Deutschland leben könne, geäußert hatten. Ben-Natan sei davon überzeugt, dass man als Jude in Deutschland leben könne. Deutschland habe sich verändert. Doch für ihn ist »Israel das Land, in dem ein Jude leben solle«.

 

Der deutsche Botschafter in Israel, Dr. Harald Kindermann, stellte klar, dass Juden, die in Deutschland leben, dort immer eine Zukunft haben werden, sofern sie diese wünschten. Dass Juden die Wahl haben dort zu leben – oder auch nicht –, zeige, dass sich Deutschland verändert habe.

 

Der Gastgeber der Ausstellung, Rabbi Meir Azarin, betonte, dass es es immer wichtiger sei, nicht nur über die Vergangenheit der Juden zu reden, sondern auch über deren Gegenwart und ihre Zukunft. Es müsse darum gehen, eine neue Welt zu bauen, die eine Ausstrahlung wie die Ausstellung haben müsse: strahlend, hoffnungsfroh, mit einem Lächeln und einem Glauben an die Zukunft. Auch Dr. Georg Blochmann, Leiter des Goethe-Institutes in Tel Aviv, war von der Ausstellung überzeugt: »Künstlerisch und ästhetisch ausdrucksstark und auch inhaltlich sehr gelungen.« Als nächster und damit als siebter Ausstellungsort steht das Jüdische Museum in Fürth fest.


 

18.04.2008

Charlotte Knobloch sehr beeindruckt
Ausstellung »Jüdische Jugend« endet in Tel Aviv mit grossem Erfolg

Hohes Lob aus prominenten Mündern für die Ausstellung »Jüdische Jugend heute in Deutschland« in Tel Aviv: Nach zweimonatiger Dauer sprachen zur Finissage auf Einladung der Israelisch-Deutschen Gesellschaft und der Konrad-Adenauer-Stiftung eine Reihe Persönlichkeiten des politischen und öffentlichen Lebens aus Israel und Deutschland. An der Veranstaltung im »Beit Mishkenot Ruth Daniel« nahmen Vertreter des Kultur- und des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages teil.

 

Die Begrüßung der über 100 Finissage-Besucher übernahmen der deutsche Botschafter in Israel, Dr. Harald Kindermann, der Direktor der Konrad-Adenauer-Stiftung in Israel, Dr. Lars Hänsel, sowie Avi Primor, ehemaliger Botschafter Israels in Deutschland und Präsident der Israelisch-Deutschen Gesellschaft (IDG). Primor hob die Bedeutung der deutsch-jüdischen Kultur und Geschichte hervor. In Israel wird allerdings die Frage sehr kontrovers diskutiert, ob Juden in Deutschland leben sollten. Primors Antwort fiel klar aus: »Deutschland ist unser bester Freund in Europa. Herzl hat in Deutsch geschrieben.« Primor sieht die Nazizeit als eine schreckliche Pause, einen Abgrund in der deutsch-jüdischen Geschichte an, der nicht verdrängt werden dürfe. Dagegen stellt Avi Primor jedoch, »die ruhmreiche Vergangenheit« deutsch-jüdischer Geschichte, die es wieder aufzubauen gelte: »Wir dürfen nicht vergessen, dass die Erneuerung der jüdischen Religion in Deutschland begonnen hat.«

 

Auf eine Podiumsdiskussion stimmte eine Grundsatzrede von Charlotte Knobloch ein, die Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland und Schirmherrin des Projektes »Jüdische Jugend heute in Deutschland«. Sei es Torheit oder Vision, wenn Juden in Deutschland leben, fragte sie und führte aus: »Die Antwort fällt nicht schwer: Es kann nicht mehr als Torheit bezeichnet werden, wenn Juden in Deutschland leben.« Für das Projekt des Studiengangs Kommunikationsdesign fand Charlotte Knobloch lobende Worte: »Die Studenten haben sehr abgewogen und herrvorragend ein Bild von jungen deutschen Juden gezeichnet. Ich wünsche mir, dass die Ausstellung demnächst in München gezeigt wird.« Ihr Lob setzte sie fort: »Was ich hier sehe, beindruckt mich sehr. Es ist eine hervorragende Ausstellung. Ich kann nur hoffen, dass diese Ausstellung in mehreren Ländern gezeigt wird.« Es sei den Studenten auf beeindruckende Weise gelungen, einen unbekannten Aspekt deutscher Gegenwart zu zeigen: »Auf neue Fragen – es ging nicht nur um die Shoa – haben die Studierenden spannende Antworten erhalten.«

 

Die Podiumsdiskussion wurde von Samson Altman-Schevitz von der Israelisch-Deutschen Gesellschaft (IDG) moderiert und hatte zum Thema: »Young Jewish life in Germany today – folly or vision?«. Neben Charlotte Knobloch diskutierten Leah Mühlstein, die am Abraham-Geiger-Kolleg in Potsdam zur Rabbinerin ausgebildet wird, Ronit Vered, Vertreterin des Irgun Merkaz Oley Europa (Vereinigung der Einwanderer aus Mitteleuropa), und Uriel Kashi, ehemaliger Direktor der Vereinigung deutscher jüdischer Studenten und jetzt Neueinwanderer in Israel. Die Ausstellung aus Konstanz zeige, dass es junge, engagierte Juden in Deutschland gebe, sagte Kashi und befand: »Man merkt, dass die Studenten der Hochschule Konstanz während der Interviews gut zugehört haben, um nicht die stereotypen Judenbilder zu reproduzieren, wie man sie bei vielen anderen Projekten, Filmen, Büchern etc. über Juden in Deutschland immer wieder erkennen und finden kann. Und dies ist das Besondere der Ausstellung.«

 

Der Vorsitzende des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages, Andreas Schmidt äußerte sich ebenfalls begeistert: »Die Ausstellung ist sehr gelungen. Ein Dankeschön gilt den Studierenden, sie haben einen guten Beitrag geleistet. Ich habe heute Abend mein Bewusstsein erweitern können.« Sein Kollege Hans-Joachim Otto ist Vorsitzender des Kulturausschusses des deutschen Bundestages hob einen Aspekt hervor: »Das bemerkenswerte an dieser Ausstellung: Sie wurde nicht von oben initiiert.« Weitere Abgeordnete des Deutschen Bundestages zeigten sich sehr angetan von dem Projekt der Hochschule Konstanz und wünschen, dass die Ausstellung noch an vielen weiteren Orten gezeigt werde.

HOCHSCHULE KONSTANZ

Fakultät Architektur
und Gestaltung

Studiengang 
Kommunikationsdesign


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Kontakt:
juedischejugend2005
@ag.htwg-konstanz.de


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