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03.12.2005

»Das Schlüsselwort ist Begegnung«

Ausstellung »Jüdische Jugend heute in Deutschland« in New York eröffnet –
250 Besucher auf der Vernissage im Deutschen Haus an der New York University

 

» Weitere Bilder von der Vernissage und den Vorbereitungen

Nach acht Monaten harter Arbeit ist vergangenen Samstag im Deutschen Haus der New York University in Manhattan die Ausstellung »Jüdische Jugend heute in Deutschland« eröffnet worden. Sie wird dort bis zum 28. Januar zu sehen sein. 250 Besucher drängten sich in den Räumen am Washington Square, um sich die Ausstellung anzusehen. 18 großformatige Fotografien zeigen Portraits jüdischer Jugendlicher aus ganz Deutschland. Jede Fotografie wird von einem kleinen Magazin begleitet, in dem Auszüge aus einem Interview mit der vorgestellten Person, sowie demographische Daten und Informationen über jüdische Kultur und jüdisches Leben in Deutschland zu finden sind.

 

Seit März dieses Jahres arbeiteten neun Studenten des Studiengangs Kommunikationsdesign zusammen mit der Projektleitung Prof. Dr. Volker Friedrich, mit Prof. Judith Grieshaber und Prof. Andreas P. Bechtold an der Ausstellung. Die Studenten reisten durch Deutschland, fotografierten und führten lange Interviews mit jüdischen Jugendlichen.

 

Jörg Schwertfeger, einer der Macher der Ausstellung, gestand den interessierten Zuhörern in seiner Ansprache, dass zu Beginn des Projektes Berührungsängste aufgrund der deutschen Geschichte präsent waren. »Doch die jüdischen Jugendlichen haben uns diese Ängste durch ihre Offenheit schnell genommen. So begegneten wir uns auf Augenhöhe.« Eine wichtige Erfahrung, wie er betonte. Prof. Dr. Volker Friedrich beschrieb diese Entwicklung aus seiner Sicht: »Es gibt nichts Schöneres für einen Hochschullehrer, als zu sehen, wie Studenten an einem solchen Projekt wachsen.«

 

Dr. Kathrin DiPaola, Leiterin des Deutschen Hauses an der New York University, zeigte sich begeistert von der »unglaublich gelungenen Ausstellung« und ist sich des regen Interesses der New Yorker auch für die kommenden Wochen sicher. »Das Schlüsselwort der Ausstellung ist Begegnung. Und deshalb passt sie auch so gut hierher: In diese Stadt und ins Deutsche Haus, das sich als Ort der Begegnung der Kulturen und Nationen versteht. Dass heute Abend so viele New Yorker in dieser an kulturellen Angeboten reichen Stadt hierher gekommen sind, ist wunderbar und ein großer Erfolg.«

 

Die Reaktionen der Besucher waren einhellig positiv. Ein Besucher lobte: »Eine wunderbare Ausstellung von sehr kreativen jungen Menschen.« Binnie Kirshenbaum, international bekannte, jüdische Schriftstellerin aus New York und Professorin an der Columbia University, freute sich über die Vielfalt der Menschen und Ansichten, die sie in den Fotografien und Interviews habe entdecken können. Andere würdigten, dass in den Fotografien »die Natürlichkeit und Authentizität der Menschen deutlich spürbar« sei.

 

Auch Prof. Richard Landman von der New York University zählte zu den Besuchern. Er stammt aus einer deutschen jüdischen Familie, von der einige Mitglieder in Konzentrationslagern ermordet wurden. Er ist sich sicher, »dass diese Ausstellung ein wichtiger Schritt zu einem fruchtbaren Zusammenleben von Juden und Nichtjuden in Deutschland« sei.

 

Die Eröffnungsfeier wurde musikalisch vom »The Strauss / Warschauer Duo« umrahmt. Die beiden Musiker Deborah Strauss und Jeff Warschauer begeisterten die Besucher der Vernissage mit Klezmer-Musik und jiddischen Liedern.

 

HOCHSCHULE KONSTANZ

Fakultät Architektur
und Gestaltung

Studiengang 
Kommunikationsdesign


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78462 Konstanz

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Tel.: 0 75 31 / 206 - 659
Fax: 0 75 31 / 206 - 855

Spendenkonto:
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BLZ 600 501 01
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Kontakt:
juedischejugend2005
@ag.htwg-konstanz.de


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