Ausstellung Frankfurt

26.09.2007

Ausstellung »Jüdische Jugend heute in Deutschland« wird nun in Frankfurt gezeigt

 

Der Optimismus der jungen Generation von Juden in Deutschland war eines der kontrovers diskutierten Themen bei der Eröffnung der Ausstellung »Jüdische Jugend heute in Deutschland« in der Depandance Judengasse des Jüdischen Museums Frankfurt. Anlässlich der gut besuchten Vernissage am Dienstag, den 25. September, sprachen der Direktor des Museums, Dr. Raphael Gross, sowie Dr. Dieter Graumann, Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland. Für die Kommunikationsdesign-Studenten der Hochschule Konstanz, die diese Ausstellung erarbeitet haben, führte Stefan Herzet, B.A., in das Projekt ein. Frankfurt ist die fünfte Station der Ausstellung; zuerst war sie im Deutschen Haus der New York University zu sehen, sodann in der Galerie im Turm in Konstanz, im Deutsch-Amerikanischen Institut Heidelberg und zuletzt im Jüdischen Museum Berlin.

 

Neun Studenten des Studiengangs Kommunikationsdesign starteten das mehrsemestrige Projekt im Sommersemester 2005. Sie reisten rund 6000 Kilometer durch Deutschland und interviewten, fotografierten und filmten junge Juden. Das recherchierte Material wurde zu besagter Ausstellung aufbereitet, in einem bei UVK erschienenen Buch gefasst und in dem von den Studenten gedrehten Dokumentarfilm »Fisch und Vogel« verarbeitet. Betreut wurde das dokumentarische Projekt von den Professoren Dr. Volker Friedrich und Andreas Bechtold.

 

Raphael Gross hob in seiner Begrüßung hervor, dass man mit der Ausstellung der Konstanzer Studenten das Spektrum des Museums erweitere und sich stärker der Gegenwart jüdischen Lebens in Deutschland zuwende. Der Historiker Gross leitet neben dem jüdischen Museum Frankfurt auch das Fritz-Bauer-Institut an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt und das Leo Baeck Institute London.– Der Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, analysierte die Ausstellung vor dem Hintergrund der traumatischen Erfahrung der Juden in Deutschland. Dr. Graumann ist im Vorstand der Jüdischen Gemeinde Frankfurt.

 

Zum Selbstverständnis vieler Frankfurter gehört, in einer offenen, multikulturellen Stadt zu leben. Deshalb war dort das Entsetzen über ein Attentat sehr groß, das unlängst auf einen Rabbiner in der Stadt am Main ausgeübt worden war. Dass die Ausstellung in Frankfurt vor diesem Hintergrund für Gesprächsstoff sorgen kann, zeigte die Reaktion der Frankfurter Rundschau. Als Vorbericht zur Vernissage druckte die Zeitung einen Aufmacher im Frankfurter Teil sowie einen Leitartikel, in dem die Autorin Claudia Michels lobt, dass die Studenten ihre unerschrockenen, frischen Fragen »viele optimistische Antworten bekommen« haben.

 

Die Ausstellung »Jüdische Jugend heute in Deutschland« wird in Frankfurt bis in den Januar 2008 hinein zu sehen sein. Sie wird von einem umfangreichen Programm begleitet, in dem beispielsweise der Dokumentarfilm »Fisch und Vogel« gezeigt wird und zahlreiche Veranstaltungen und Führungen speziell für Schulklassen angeboten werden.

 

Die nächste Station der Ausstellung steht inzwischen fest: Von Frankfurt wandert sie nach Israel, wo sie am 28. Februar 2008 in Tel Aviv eröffnet wird. Neben der großen öffentlichen nationalen und internationalen Resonanz auf die inhaltliche Qualität dieses Projektes des Studiengangs Kommunikationsdesign darf man es mittlerweile als einen wirkungsvollen Werbeträger für die Hochschule Konstanz betrachten. Ein Ende dieser Erfolgsgeschichte ist dabei nicht in Sicht.

 

HOCHSCHULE KONSTANZ

Fakultät Architektur
und Gestaltung

Studiengang 
Kommunikationsdesign


Brauneggerstraße 55
78462 Konstanz

Projektleitung:
Prof. Dr. Volker Friedrich
fried(at)htwg-konstanz(dot)de
Tel.: 0 75 31 / 206 - 659
Fax: 0 75 31 / 206 - 855

Spendenkonto:
Baden-Württembergische
Bank Konstanz
Konto 7 486 501 267
BLZ 600 501 01
Verwendungszweck: jj11218

Kontakt:
juedischejugend2005
@ag.htwg-konstanz.de


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